Corona Virus Region Kaiserslautern

  • Beitrag veröffentlicht:13. März 2020

Veranstaltungen mit mehr als 75 zu erwartenden Teilnehmer sind abzusagen und die Schulen und Kitas im Land bleiben ab kommenden Montag geschlossen. Das haben Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Bildungsministerin Stefanie Hubig am Freitagnachmittag in Mainz verfügt.

Es werde dringend empfohlen, Veranstaltungen, die nicht absolut notwendig sind, abzusagen. Der entsprechende Erlass sei ergangen und die Kommunen müssten bis Montag 16. März nun vor Ort demgemäße Verfügungen erlassen, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

Schulen und Kitas sind ab Montag, 16. März, bis zum Ende der Osterferien (17.April) geschlossen. Zunächst zum Thema Schule: Eltern werden gebeten, ihre Kinder nicht in die Schulen zu schicken. Allerdings soll zeitgleich eine sogenannte Notfallbetreuung an den Schulen (und Kitas) eingerichtet werden. Für Lehrer gelte, dass sie ihrer Dienstpflicht nachkommen und zur Schule kommen müssen. In Dienstbesprechungen, an denen Schulaufsichtsbeamte teilnehmen, sollen vor Ort Fragen geklärt werden, wie bspw Lernmaterial zu Schülern gelangen kann (digital, analog). Lehrkräfte, die für die Schul-Notbetreuung eingesetzt werden, sollen auf die Lehr- und Lernsituation angepasste, pädagogische Angebote erstellen. Für Kitas gelte, so Hubig, dass, wer sicherstellen kann, die Kinder zuhause zu betreuen, soll das tun. Wer eine Betreuung nicht herstellen kann, könne die Kinder in die Kita bringen. Auch in Kitas werde eine Notbetreuung installiert.

Alle Abitur- oder Abschlussprüfungen finden zu den geplanten Zeitpunkten statt, sagte Hubig. Die mündlichen Abiturprüfungen sollen planmäßig stattfinden. Dort, wo das nicht ordnungsgemäß durchführbar ist, werde die mündliche Prüfung um eine Woche auf den 23. März, verschoben.

Die Ausbreitung des Corona-Virus stelle eine sehr große herausforderung dar, sagte Malu Dreyer. Schutz und Gesundheit der Bürger stehe „an allererster Stelle“, so Dreyer. Sie rief zu „großer Sorgfalt, besonnenheit und Wachsamkeit“ auf und mahnte davor, dass „die notwendige soziale Distanz im Alltag nicht am Ende zu sozialer Kälte wird“.
Später hier noch mehr Einzelheiten.