“Kleiner” Auffahrunfall mit großen Folgen

  • Beitrag veröffentlicht:15. März 2021

Drogen waren bei einem Unfall am Sonntagnachmittag in der Mainzer Straße im Spiel. Kurz vor 17 Uhr kam es hier zu einem Auffahrunfall. Glück im Unglück: Es blieb bei Blechschäden – verletzt wurde niemand.

Ein VW Golf und ein Audi A3 fuhren zu dieser Zeit hintereinander stadtauswärts. Als der 22-jährige Golf-Fahrer an der Einmündung zum Hilgardring verkehrsbedingt bremsen musste, krachte ihm der Audi aufs Heck. Geschätzter Sachschaden: 2.000 Euro.

Bei der Aufnahme des Unfalls kam den Polizeibeamten der Verdacht, dass die 18-jährige Audi-Fahrerin unter Drogeneinfluss steht. Erste Tests bestätigten die Vermutung. Die junge Frau musste deshalb mit zur Dienststelle kommen und eine Blutprobe abgeben. Ihr Führerschein wurde sichergestellt und die Autoschlüssel an den verständigten Vater übergeben.

Die 18-jährige Unfallfahrerin muss unterdessen mit verschiedenen Konsequenzen rechnen: Gegen sie wird wegen des Verursachens eines Unfalls unter Drogeneinfluss sowie wegen Gefährdung des Straßenverkehrs strafrechtlich ermittelt. Dies kann eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren nach sich ziehen.

Da sich die junge Dame noch in der Probezeit befindet, kommt neben dem Entzug der Fahrerlaubnis auch eine mögliche Sperre auf sie zu. Darüber hinaus verlängert sich die Probezeit um weitere zwei Jahre, und wenn sie den Führerschein wieder haben möchte, muss sie an einem sogenannten Aufbauseminar (Nachschulung) teilnehmen, das in der Regel mehrere hundert Euro kostet, und vermutlich auch eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) absolvieren.

Und nicht zuletzt: Ob die Versicherung die Regulierung des Unfallschadens übernimmt, oder ob die 18-Jährige diesen aus eigener Tasche bezahlen muss, ist noch offen. 

“Kleiner” Auffahrunfall mit großen Folgen