Auch der zweite Anzug sitzt

  • Beitrag veröffentlicht:21. Februar 2022

Mit einem in dieser Höhe unerwarteten Auswärtssieg kehrte die 2. Herrenmannschaft des TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg von ihrem Gastspiel bei der HSG Kastellaun-Simmern zurück. Mit 25:39 (13:21) besiegte die ersatzgeschwächte Mannschaft von TuS-Trainer Sebastian Wächter den Tabellenvorletzten und bewies, dass auch der 2. Anzug passt.

Ohne die drei Top-Torschützen Timo und Marco Holstein, beide im Drittligakader, sowie Alexey Wetz trat der TuS die Reise in den Hunsrück an. Auch Torhüter Markus Seitz fehlte, genau wir Tobias Kurz. Erfreulicher weise standen die beiden angeschlagenen Stammkräfte Patrick Schulze und Pascal Theuer zur Verfügung. Und Kapitän Schulze sollte es sein, der die erste Viertelstunde maßgeblich prägte. Jan Simgen begann auf der Spielmacherposition, Patrick Schulze auf Halblinks und Philipp Becker startete auf Linksaußen. Unter der Woche wurde intensiv an einer 5:1-Abwehrformation gebastelt, die auch von Beginn an praktiziert wurde und den Hausherren, die auf ihren besten Werfer Kilian Kötz verzichten mussten, erfolgreich den Spielfluss nahm. Bis zum 7:6 (11.) sahen die 120 Zuschauer eine ausgeglichene Partie, ehe Patrick Schulze mit seinem fünften Treffer einen 4:0-Lauf zum 7:10 (15.) einläutete. Von da an nahm der Tus-Express Fahrt auf. Über 9:17 (24.) lag der TuS beim Erklingen der Halbzeitsirene mit 13:21 in Front.

Auch im zweiten Durchgang blieb das Dansenberger Perspektivteam konzentriert und zielstrebig. Jetzt war es Henry Hofmann, der die Abwehr der „Krokodile“ ein ums andere Mal überwand. Er erzielte fünf seiner sechs Treffer im zweiten Spielabschnitt. Tobias Wächter traf sowohl von der Außenposition als auch über den direkten Gegenstoß und kam am Ende ebenfalls auf sechs Torerfolge. Youngster Ben Kölsch zeigte in Abwesenheit des etatmäßigen Siebenmeterschützen Timo Holstein seine Klasse von der Linie und traf drei Mal. Bis auf Sebastian Benkel, der Pech hatte und leer ausging, trafen alle eingesetzten Feldspieler. Bereits in der 57. Spielminute fiel der 39. Treffer, ein weiterer wollte allerdings nicht mehr gelingen, doch auch so waren auf Dansenberger Seite alle rundum zufrieden mit der gezeigten Leistung gegen einen allerdings an diesem Tag auch enttäuschenden Gegner. Bei der HSG zeigten lediglich die beiden neunfachen Torschützen Andrius Zigelis und Michel Kaltenmorgen sowie Nico Hassley Oberligaformat.

Trainer Sebastian Wächter war erleichtert, dass sich seine neu formierte Mannschaft so gut präsentiert hat: „Der Matchplan war, über 60 Minuten das Tempo hochzuhalten. Das haben Jan Simgen und Ben Kölsch auf der Spielmacherposition gut umgesetzt. Henry Hofmann hat mit sechs Toren auf beiden Halbpositionen gut Betrieb gemacht. Aber eigentlich kann man niemanden herausheben, denn es war eine Top-Mannschaftsleistung. Ich bin sehr stolz auf die Jungs.“

Bildquelle: TuS 04 Dansenberg

Auch der zweite Anzug sitzt