Flüchtlinge aus der Ukraine

  • Beitrag veröffentlicht:28. April 2022

Stand Montag waren 996 Flüchtlinge aus der Ukraine bei der Ausländerbehörde der Stadt Kaiserslautern registriert, davon befinden sich 813 bereits im Leistungsbezug und damit in der Obhut des Sozialreferats. In gut acht Wochen wurde damit ein Pensum bewältigt, das selbst die intensivsten Phasen des Jahres 2015 deutlich übersteigt. „Das ist eine unglaubliche Schlagzahl, die alle Kolleginnen und Kollegen, die mit der Flüchtlingsaufnahme betreut sind, da gerade leisten. Was ebenso auf alle Helferinnen und Helfer unserer Partner zutrifft. Kaiserslautern macht seinem Namen als sicherer Hafen erneut alle Ehre, was mich sehr froh und dankbar macht“, so Oberbürgermeister Klaus Weichel.

Das Stadtoberhaupt bittet jedoch zugleich um Geduld. „Die schiere Anzahl der neu registrierten Personen macht es unmöglich, alle Fälle und damit verbundenen individuellen Detailfragen immer stante pede abzuarbeiten. Wir müssen daher um Verständnis bitten, wenn eine Mail- oder Telefonanfrage zum Beispiel im Sozialreferat nicht immer direkt beantwortet werden kann.“ In den letzten Tagen mehre sich die Ungeduld, was vor allem für viele ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gelte, die Flüchtlinge aus der Ukraine unter ihre Fittiche genommen haben. „Ihr Engagement ist großartig, aber bitte geben Sie uns die Zeit, die wir brauchen. Wir können versichern, dass niemand hinten runter fällt!“, wendet sich der OB direkt an alle Helferinnen und Helfer.

Auch ist derzeit immer wieder feststellbar, dass Flüchtlinge und ebenso Helferinnen und Helfer mit irrigen Annahmen oder falschen Erwartungen an bestimmte Stellen in der Verwaltung herantreten, wofür oftmals Gerüchte und Missverständnisse verantwortlich zeichnen, die sich via Internet oder durch Mund-zu-Mund-Propaganda rasch verbreiten. Weichel: „Bitte informieren Sie sich wenn möglich über offizielle Quellen, etwa auf den Internetseiten der Stadt oder der zuständigen Landes- oder Bundesbehörden – insbesondere in allen Rechtsfragen und den jeweiligen Zuständigkeiten. Das senkt den Beratungsbedarf unsererseits und erleichtert die Abläufe vor Ort.“

Flüchtlinge aus der Ukraine